Die Entwicklung des Geldes

Die Geschichte der Banknotensubstrate

baumwollpflanze

Jahrhundertelang waren Naturfasern, hauptsächlich Baumwolle, der alleinige Rohstoff für Banknotenpapier – und dies weltweit. Seit den 1960er-Jahren versuchten unterschiedliche Firmen langlebigere Substrate als Alternative zum Papier zu entwickeln, im Wesentlichen auf der Basis von Plastik.

Erste Versuche mit Kunststoff

Das bekannteste Beispiel für den Wechsel zu einem Kunststoffsubstrat ist Haiti. Die Zentralbank brachte 1981 den Wert 50 Gourde heraus, der auf dem „innovativen“ Substrat Tyvek des amerikanischen Chemieherstellers DuPont gedruckt war. Die Noten erreichten zwar die physikalischen Anforderungen, im Umlauf tauchten jedoch massive Probleme mit der Farbhaftung auf. Die Denomination war nicht mehr erkennbar. Das Projekt wurde Mitte der 1980er-Jahre gestoppt.

Ende der 1980er-Jahre entwickelte die australische Zentralbank ein neues Polymersubstrat, das die Qualität von Banknoten verbessern sollte, und integrierte ein Durchsichtsfenster. Dieses Plastiksubstrat wurde 1988 erstmals für die australische 10-Dollar-Gedenknote eingesetzt, die mit einem Folienelement ausgestattet war. Leider erwies sich das Folienelement als nicht ausreichend haltbar. Die Zentralbank druckte daher den nächsten Umlaufwert, den 5-Dollar-Schein, auf Plastik, ersetzte aber die Folie durch ein weiß gedrucktes Element. Ab 1993 stellte Australien sukzessive die gesamte Serie auf Polymerbanknoten um. Im gleichen Zeitraum wurden in kleineren Nachbarstaaten ebenfalls Polymerbanknoten eingeführt.

Baumwollbanknoten auf dem Vormarsch

Auch die Hersteller von Banknotenpapier hatten die Anforderung der Zentralbanken nach längerlebigen und zugleich sicheren Substraten frühzeitig erkannt und konzentrierten sich seit Mitte der 1990er-Jahre verstärkt auf die Weiterentwicklung von klassischem Banknotenpapier zu robustem, sogenanntem „Durable Paper“. Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung war, dass die bewährte Sicherheitsausstattung von Baumwollbanknoten beibehalten werden konnte. Ende der 1990er-Jahre kamen die ersten Banknoten, die auf „Durable Papers“ gedruckt waren, in Umlauf. Die Papiere waren mit einem schützenden Oberflächen-Coating ausgestattet, das die Haltbarkeit von strapazierten Umlaufnoten deutlich erhöhte. Die neuen Banknoten waren sicher und zugleich weniger schmutzanfällig. Um die mechanische Festigkeit dieser Papiere ebenfalls zu verbessern, mischten einige Hersteller dem Baumwollpapier zusätzlich einen Anteil von synthetischen Fasern bei. Auf „Durable Paper“ gedruckte Banknoten erreichten damit eine erhöhte Lebensdauer, das Ende der Fahnenstange war aber noch nicht erreicht.

Louisenthal erkannte noch ein weiteres Verbesserungspotential und begann mit der Entwicklung eines völlig neuen Banknotensubstrats, das die Vorteile von Baumwolle und Polymer miteinander kombiniert. 2008 stellte Louisenthal dann das innovative Banknotensubstrat Hybrid™ vor.

Kontakt

Vertrieb Louisenthal

Beispiele historischer Banknoten

Historical banknotes_de